1/1

GUTACHTEN

Hier können Sie die Gutachten zum Projekt einsehen. Wir haben Ihnen die Ergebnisse/Zusammenfassungen aus den Gutachten auf dieser Seite wörtlich übernommen.

Gerne können Sie mit Klick auf die Links auch die originalen Gutachten lesen.

Klimagutachten


ZUSAMMENFASSUNG – ABSCHLIEßENDE BEWERTUNG
Die Stadt Langenau liegt im ländlichen Raum und befindet sich in keiner baulich verdichteten Siedlungsregion. Das Stadtgebiet ist umgeben von landwirtschaftlichen Nutzflächen – vorwiegend Acker und kleineren dörflichen Siedlungen. Die großräumige Topographie ist als flach bis mäßig reliefiert und zu beschreiben. Es bestehen keine auf die Topographie zurückführbare Fließhindernisse in der freien Landschaft. Die Durchlüftungssituation im Großraum der Stadt Langenau ist als gut bis sehr gut zu beschreiben und ohne nennenswerte lufthygienische Vorbelastung einzustufen. Die höheren und bodennahen Windfelder tragen Frisch- und Kaltluft aus vorwiegend westlicher Richtung in den Verwaltungsverband. Entlang der Siedlungsränder unterliegen die bodennahen Windfelder kleinräumigen Einflüssen durch das Kleinrelief sowie Vegetation und Bebauung.
Die auf die Vorhabensfläche und den nördlichen Siedlungsrand ausgerichteten Frisch- und Kaltluftströme folgen dem Simontalgraben und sind von lokaler Ausprägung. Das Hauptvolumen der Kaltluft wird nördlich der Nordtangente gebildet und fließt dem Gefälle folgend ab. Die Tangente wirkt auf die bodennahen Abflüsse verlangsamend. Südlich der Nordtangente bis hin zur Vorhabensfläche
wird der Abfluss durch die kleinräumigen Wechsel von Acker und Grünland sowie
Streuobstwiesen gehemmt. Dies wirkt sich jedoch nicht negativ auf die gesamte Durchlüftungssituation aus. Die Vorhabensfläche selbst und die umliegenden Flächen befinden sich im Kaltluftstaubereich.
Dieser beeinflusst dort das Temperaturgefüge, insbesondere in dem östlich sich
anschließenden Wohngebiet. Die zur Bebauung vorgesehene Fläche wird infolge der entlang der Flurstückgrenzen verlaufenden Baumhecken nur untergeordnet tangiert. Die daran nach Süden sich anschließenden Siedlungsflächen liegen Topographisch etwas höher und sind nur durch deutlich sich aufstauende Kaltluftvolumen tangiert. Die dort liegenden Gewerbeflächen stellen auf Grund ihrer Gebäudehöhe bereits heute eine Abflussbarriere dar. Durch die Mehrgeschossbauweise wäre vom Grundsatz her eine Abschattung der östlich liegenden Einfamilienhäuser insbesondere während der Wintermonate denkbar. Es ist davon auszugehe, dass sich auch diese Situation nicht verschlechtert, da bereits heute durch den hohen Baumbestand Beeinträchtigungen vorliegen und zum anderen dieser Tatsache durch die gestufte Bauweise und deren Anordnung Rechnung getragen wird. Durch die geplante dichtere Bebauung und die im Zuge der Bauarbeiten erforderliche Rodung der Gehölze, werden die kleinräumigen Klimaparameter der Vorhabensfläche verändert. Trotzdem ist von keiner nachhaltigen Veränderung der jetzigen klimatischen Bedingungen auszugehen. Das ist zum einen auf die bestehenden Ausgangsbedingungen zurückzuführen und zum anderen auf die umfangreichen Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung sowie zur Einbindung der neuen Baukörper in die Umgebung, vgl. hierzu Kap. 8. Hervorzuheben sind hierbei die lockere und offene Anordnung der Gebäude sowie deren Höhenstufung zur direkt benachbarten Bebauung und die Ein- und Begrünung der Gebäude. Ganz wesentlich für die Auswirkungen auf Klima- und Lufthygiene und Lärm wirkt sich die Bündelung des Anwohnerverkehrs in der Tiefgarage aus. Beim Vergleich der Erschließungsvarianten VAR.1 Erschließung über die Karlstraße und VAR.2 Zufahrt über die Wettinger Straße und der Straße „Am Simontalgraben“ tritt durch den neu hinzukommenden Anwohnerverkehr für die benachbarte Wohnbebauung bei Realisierung
der Variante 1 eine geringere Mehrbelastung auf, als bei Realisierung der Variante 2. Bei
beiden Erschließungsvarianten ist aber von einer Einhaltung der Lärm- und Schadstoffgrenzwerte auszugehen. Eine grundsätzliche, nicht vertretbare Mehrbelastung ist in jedem Fall auszuschließen.

Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass die geplante Wohnbebauung auf Grund der großräumig guten Durchlüftungssituation sowie der geringen bis fehlenden Grundbelastung im Siedlungsgebiet selbst keine Verschlechterung der derzeit bestehenden guten klimatischen Verhältnisse für das nördliche Stadtgebiet zu erwarten ist. Vor dem Hintergrund der obigen Ausführungen ist auch am Standort selbst und den direkt angrenzenden Flächen keine nachhaltige Veränderung der bestehenden Lokalklimas und der Durchlüftungsverhältnisse zu erwarten. Bzgl. lokalen Lärm- und Schadstoffbelastung ist Erschließungsvariante 1 günstiger einzustufen. Originales Gutachten lesen




Artenschutzgutachten


ZUSAMMENFASSUNG – ABSCHLIEßENDE BEWERTUNG Der Antragsteller beabsichtigt im Bereich „Nördlich der Karlstraße, 1. Änderung“ am Ortsrand der Stadt Langenau die vorhandenen Gebäude abzureißen und das Gelände der Wohnbebauung zuzuführen. Hiervon ist auch die zu den Gebäuden gehörige Gartenfläche mit hohen Hecken und Einzelbäumen betroffen. Zur Prüfung der Verträglichkeit des Vorhabens mit den artenschutzrechtlichen Belangen wurde das vorliegende Gutachten erstellt. Die Methodik der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung orientiert sich an den fachlichen Hinweisen der Obersten Bayerischen Baubehörde / Staatsministerium des Inneren. Es werden die Anhang IV-Arten der FFH-Richtlinie und die europäischen Vogelarten betrachtet.Es wurden Kartierungen für Fledermäuse und Vögel durchgeführt. Im Ergebnis sind mehrere Brutvogelarten und Fledermäuse auf dem Gebiet des geplanten Baugebiets oder zumindest angrenzend festgestellt worden. Nach dem Abschichtungsprozess sind Arten aus der Gruppe der Fledermäuse und Vögel verblieben, die einer weiterführenden Prüfung auf Verbotstatbestände hin unterzogen wurden. Für diese und auch die „Allerweltsarten“ der Artengruppe Vögel wurden CEF- bzw. konfliktvermeidende Maßnahmen vorgesehen (s. Kap. 7). So werden u. a. Flachdächer und die nach Süden und Westen gerichteten Gebäudefassaden begrünt und stellen so neue Brut- und Nahrungshabitate nicht nur für saP-relevante Arten, sondern insbesondere auch für Allerweltsarten bereit. Durch die Anordnung der Gebäude ist außerdem eine Durchlässigkeit zum Offenland hin gegeben. Nach heutigem Kenntnisstand kann davon ausgegangen werden, dass durch das geplante Vorhaben weder für gemeinschaftsrechtlich geschützte Arten (Anhang IV der FFH-Richtlinie, Europäische Vogelarten) noch für streng geschützte Arten Verbotstatbestände nach § 44 Abs. 1 BNatSchG ausgelöst werden. Die genannten CEF- und konfliktvermeidenden Maßnahmen sind zu beachten (s. Kap. 7). Originales Gutachten lesen




Verschattungsgutachten


ERGEBNISSE DER 3D-ANALYSE BESONNUNGSDAUER Zur Bewertung von möglichen Verschattungswirkungen durch das Bauvorhaben wurde für drei repräsentative Aufpunkte (Fenster) die Besonnungsdauer am 21. März gemäß den Angaben in der DIN EN 17037 ermittelt. Für jede Etage des HEin Horizontdiagramm stellt einen Ausschnitt des Himmelraumes dar, der von einem bestimmten Aufpunkt sichtbar ist (vgl. Abb. 3.1 bis 3.3). Die Sonnenbahnen sind für verschiedene Tage als rote Linien dargestellt. Die Uhrzeiten sind durch rote Punkte markiert. Verläuft die betrachtete Sonnenbahn vor dem gelben Hintergrund, so bedeutet dies, dass in diesem Zeitraum die Sonne von dem untersuchten Aufpunkt aus sichtbar ist. Wenn die Sonnenbahn vor den blau ausgefüllten Bereichen verläuft, so wird die Sonne von einem Gebäude verdeckt. Die Abb. 3.1 bis 3.3 zeigen deutlich, dass die Anforderungen der DIN EN 17037 von mindestens 1.5 Stunden Besonnungsdauer am 21.März deutlich eingehalten werden. Erwartungsgemäß nehmen die Verschattungseffekte mit zunehmender Höhe ab, sodass in den oberen Geschossebenen längere Besonnungsdauern erreicht werden als im EG. Im Bereich des Erdgeschosses wird am 21. März eine Besonnungsdauer von 1.7 Stunden erreicht. Im 1. Obergeschoss steigt die Besonnungsdauer auf 2.5 Stunden und im 2. Obergeschoss auf 3.2 Stunden am 21.März an. FAZIT Die Ergebnisse der Verschattungssimulationsrechnungen zeigen, dass nach der Planungsrealisierung das Gebäude Am Simontalgraben 17/4 weiterhin ausreichend nach DIN EN 17037 besonnt wird. Originales Gutachten lesen