DIE AKTUELLEN PLÄNE HALTEN FÜR 86 WOHNEINHEITEN NUR 112 STELLPLÄTZE VOR. WIE SOLL DAS FUNKTIONIEREN?

Frage: Die aktuellen Pläne halten für 86 Wohneinheiten 112 Stellplätze vor. Dies entspricht 1.3 Parkplätze pro Wohneinheit. Das ist nicht ausreichend, da oftmals zwei Fahrzeuge je Wohneinheit die Regel sind. Wo werden die übrigen Fahrzeuge dauerhaft geparkt? Wo parken Besucher? Wie sieht die Parkplatzsituation bei einer hohen Besucherzahl (z.B. an wichtigen Feiertagen) aus?


Antwort: Nach der LBO (Landesbauordnung) ist pro Wohnung 1 PKW-Stellplatz nachzuweisen. Dieser Richtwert kann von der Stadt durch Regelung im Bebauungsplan bzw. in der örtlichen Bauvorschrift eingeschränkt oder auf max. 2 pro Wohnung erhöht werden, wenn verkehrliche und/oder städtebauliche Gründe dies rechtfertigen. Ob solche vorliegen, erscheint zumindest zweifelhaft. Nach der aktuellen Fassung der LBO sind für Wohnungen, die durch Ausbau, Anbau, Nutzungsänderung oder Aufstockung neu geschaffen werden, gar keine Stellplätze mehr erforderlich. Durch die zentrumsnahe Lage kann auch davon ausgegangen werden, dass teilweise gar kein PKW vorhanden ist. Viele Einrichtungen wie Schule, Kindergarten, Bushaltestelle, Gesundheitszentrum, Einzelhandel sind fußläufig erreichbar. Bei ähnlichen Bauvorhaben in der Vergangenheit liegt der Faktor Stellplatz/Wohnung zwischen 1,0 und 1,3. Beispielhaft können folgende Vorhaben aufgeführt werden:




Probleme bzw. Beschwerden wegen fehlender Stellplätze oder unzumutbarer Verkehrsimmissionen sind zumindest im Baurechtsamt nicht bekannt.


Frage von: Alexander B.

Antwort von: Hans Eckle (Bauamtsleiter und Leiter der Baurechtsbehörde Verwaltungsverband Langenau)