PASST DENN DER NAME "WOHNEN IM PARK" ÜBERHAUPT ZU DER GEPLANTEN BEBAUUNG?

Der Name „Wohnen im Park“ war kein Einfall des Investors oder ein markiger Vertriebsslogan für Hochglanzprospekte, er wurde vielmehr von dem durch die Gemeinde Langenau eingeschalteten unabhängigen mobilen Gestaltungsbeirat vorgeschlagen und aufgegriffen.


Die Südwestpresse hat dazu in ihrer Ausgabe Langenau Aktuell am 14. Mai 2020 die Vorschläge des Gestaltungsbeirats zitiert, an denen man sich für die Planung für das Bauvorhaben auch orientiert hat:

„Das Quartier selbst solle autofrei geplant werden. Eine „Durchwegung“ sei für Fußgänger, Radfahrer, Rettungsfahrzeuge, Feuerwehr und Müllfahrzeuge von Nord nach Süd möglich, ebenso wie „eine hohe Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum“. Stichwort:„Wohnen im Park“.


Um die von der Stadt geforderten Stellplätze für die Wohnbebauung in einer Tiefgarage nachweisen zu können, war es wichtig, im ersten Schritt neben dem Abbruch des Bestandsgebäudes auch die vorhandene Bepflanzung zu entfernen. Dies wurde notwendig, um das Ziel zu realisieren, die Fläche innerhalb der neugeschaffenen Bebauung dem Fußgängerverkehr zu widmen. Bei der Rodung wurde darauf geachtet, dass der das Grundstück eingrenzende Baumbestand erhalten bleibt. Nach der Fertigstellung der Tiefgarage und Abschluss der Bauarbeiten soll dann mithilfe eines Landschaftsarchitekten die von allen Seiten gewünschte Parkstruktur mit einem durchlässigen Quartier, einer Radtangente sowie einem großen Spielplatz und einem heimischen Baumbestand/Bepflanzungskonzept wieder hergestellt werden.


Frage von: Anonym

Antwort von: Ralf Kauer (Architekt)